In der vergangenen Woche waren die neunten Klassen des KOSt im „Hotel Silber“ (Dorotheenstraße 10), das besser bekannt ist als das Hauptquartier der Gestapo im ehemaligen Reichsgau Württemberg. Dort wurden für fast zwölf Jahre Gegner der NS-Regierung gefoltert und verhört, die Deportation von Juden, Sinti und Roma organisiert und die Bevölkerung streng überwacht. Die wohl bekanntesten Gefangenen war die Familie von Georg Elser und Eugen Bolz (Württembergischer Staatsminister, der der Machtübernahme der Nazis versuchte zu widerstehen und später ein Teil der Verschwörung um Stauffenberg war). Im „Hotel Silber“ haben wir in einem Vortrag etwas über die Geschichte des Gebäudes vor und nach dem NS-Regime gelernt. Es war zuerst der Sitz der Oberpostdirektion Stuttgart und später während der Weimarer Republik das Hauptquartier der Politischen Polizei. Uns wurde auch von den Bemühungen von Bürgern berichtet, die sich dafür eingesetzt haben, das Hotel Silber vor dem Abriss zu bewahren und es schlussendlich in ein Museum umzuwandeln. In einem Workshop haben wir eingehender die einzelnen Räumen der Dauerausstellung untersucht, in denen es um die Beamten in der Gestapo-Zentrale ging, um die Deportation von verschiedenen Bevölkerungsteilen und um die Verfolgung von Widerstandsgruppierungen.

Henrik Williams, 9b

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