Hallo mein Name ist Marie, ich bin Schülerin des KOSts und…
…im Oktober 2025 hatte ich das große Glück mit meinen Eltern eine Schule im südlichen Afrika zu besuchen, ganz im Süden von Namibia.

Das bin ich, jedoch noch zu einer Zeit wo ich nicht wusste wie weit wir mit diesem Projekt kommen würden.
Aussenkehr – so heißt der Ort – liegt mitten in einer riesigen Wüste, die von einem großen Fluss durchzogen wird, dem Oranje River. Dieser ist auch die Grenze zu Südafrika. Nach Aussenkehr zu fahren ist sehr, sehr weit. Von hier aus sind es 10.000 km nach Namibia. Von der Hauptstadt Windhoek sind es noch mal 800 km. Man fährt nur durch Wüste, es ist heiß und trocken. Auch in Aussenkehr war es sehr heiß.
Allerdings nicht so heiß wie im Winter (das ist dort der Sommer). Dann kann es auch mehr als 45 Grad haben. Aussenkehr ist gar kein Ort, wie wir ihn hier aus Deutschland kennen. Es gibt nur eine richtige Straße, die führt an dem Ort vorbei. Die Häuser sind aus Stroh oder Wellblech gebaut, die Straßen sind aus Wüstenstaub und es gibt kein fließendes Wasser und Strom und auch keine Autos.

Ein Einblick in die kleine Stadt Aussenkehr.
Die Eltern der Kinder kommen jedes Jahr im Winter aus dem Norden von Namibia nach Aussenkehr um dort in Farmen zu arbeiten. Sie bringen dann ihre Kinder mit, damit die dort in die Schule gehen können. In der Schule sind dann über 1000 Kinder von der ersten bis zur siebten Klasse.
Die Kinder haben keine Handys. Sie spielen mit Drachen oder Bällen oder selbstgebasteltem Spielzeug. Die Familien leben alle zusammen in ihren Hütten. Die Kinder müssen alle mithelfen – Wasser holen, Essen kochen oder auf kleinere Geschwister aufpassen. Wenn sie in der Schule sind, sind sie alle fröhlich. Sie spielen dort viel z.B. Fußball. Bücher lesen können sie nicht so viel, weil es nicht genug Bücher gibt, außerdem wird es immer zeitig dunkel und in den Hütten gibt es keinen Strom für Lampen.
Ich war mit meinen Eltern an der Schule, weil wir an einem Treffen von verschiedenen Organisatonen teilgenommen haben, die diese Schule und die Kinder dort unterstützen.
Die Stiftung „Kinder fördern – Zukunft stiften“, eine Initiative der DHBW Stiftung, fördert die Schule in Aussenkehr zum Beispiel seit 5 Jahren, mit dem Ziel, dass deutsche und namibische Studenten den Kindern dort „life skills“ beibringen, wie Kochen, Nähen und Gärtnern, aber auch Hilfe leisten bei Alltags- und Schulproblemen oder einfach nur mit den Kindern Fußball spielen. Dazu kommen jedes Jahr einige Studenten aus Baden-Württemberg nach Aussenkehr und leben dort. Das finde ich wirklich beeindruckend, weil der nächste Ort (Karasburg) 200 km entfernt ist und auch der Ort ist echt winzig – im Vergleich zu Stuttgart.
Eine andere Organisation aus Stuttgart ermöglicht es den vier besten Kindern eines jeden Abschlussjahrganges auf ein Internat in Windhoek zu gehen und dort eine weiterführende Schule zu besuchen. Einige der Schüler kommen dann sogar noch nach Baden-Württemberg um an der DHBW Hochschule zu studieren.
Als ich im Geographieunterricht von meinen Erlebnissen in Aussenkehr erzählt habe, hat Frau Habenicht das Thema aufgegriffen und wir haben ein Klassenprojekt daraus gemacht. Am Ende hatten wir sogar mit Zeyan (einem der Studenten aus BW) und der Schule in Aussenkehr ein Live-Video im Unterricht. Wir haben mit den Schülern sprechen können und ich fand es toll einige der Kinder wiederzusehen, die ich in Aussenkehr getroffen hatte.

Eine wirklich schöne Erfahrung die aus meiner Sicht Alles ins Rollen gebracht hat.
Wir haben dann alle zusammen beschlossen, dass es eine gute Idee wäre wieder einen Spendenlauf zu machen und dann einen Teil des erlaufenen Geldes an die Schule zu spenden, weil die immer viele Fußbälle brauchen und auch neue Bücher.

Zeyan und Frau Habenicht laufend nebeneinander um Geld für Namibia beim Spendenlauf zu sammeln.
Hierzu hab ich noch ein Video welches super zum Thema passt und ich kann euch nur empfehlen zu schauen!
(Es ist von vier weiteren Schülern meines Jahrgangs gemacht worden.)
