
Einladung zum Schulfest
Juli 23, 2026Brüssel
Brüssel Bericht
Vom 20.07.26 bis zum 24,06.26 hieß es für uns, der Jahrgangsstufe 1 Koffer packen und ab in den Zug. Unser Ziel: die belgische Hauptstadt, Brüssel. Vor uns lag eine vollgepackte Woche, in der wir ein diverses Programm aus Wissenschaft, Kultur und viel Politik hatten. Kaum in Brüssel angekommen, ging es am ersten Tag auch schon direkt akademisch los. Wir besuchten eine Universität und bekamen dort eine spannende Einführung in einer der vielen Studienfächer, Lingusitik und Sprachwissenschaften. Für viele von uns war es der erste Einblick in die Sprachwissenschaften und das Unileben überhaupt. Nachdem wir danach endlich unsere Zimmer im Hostel bezogen und uns kurz frisch gemacht hatten, stand am Abend noch eine gemeinsame Stadtführung auf dem Plan. Sie gab uns einen super ersten Überblick über die historischen Straßen und Plätze der Stadt.
Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Wissenschaft und wir wurden in Gruppen aufgeteilt, um zwei extrem spannende Museen zu besuchen. Im Naturwissenschaftlichen Museum wartete ein echtes Highlight auf uns: Wir durften exklusiv hinter die Kulissen blicken. Ein Guide führte uns in Bereiche, die normalen Besuchern sonst komplett verschlossen bleiben, was wirklich eine coole Erfahrung war. Danach ging es für uns alle ins AfrikaMuseum. Dieser Besuch war nicht nur super interessant, sondern hat uns auch ziemlich nachdenklich gemacht. Das Museum setzt sich nämlich sehr kritisch mit der Vergangenheit auseinander, und es ging dort auch sehr sehr viel um die dunklen Seiten der Geschichte – genauer gesagt um die grausame Ausbeutung des Kongos durch die Belgier zur Kolonialzeit. Das war zwar harter Stoff, aber extrem wichtig zu sehen.
Am Mittwoch verließen wir die europäische Hauptstadt für einen Tagesausflug ins wunderschöne Gent. Die historische Stadt im Nordwesten Belgiens hat uns sofort mit ihren alten Gebäuden begeistert. Zuerst machten wir eine entspannte Bootstour auf den Kanälen, bei der wir die beeindruckende Architektur der Stadt vom Wasser aus bewundern konnten. Danach hatten wir echtes Timing-Glück: In Gent lief gerade ein riesiges Straßenfest. Die Straßen waren voller Menschen, es gab Musik, überall war richtig gute Stimmung und wir konnten die Freizeit perfekt nutzen, um einfach durch die feiernde Stadt zu treiben und das belgische Flair zu genießen.
Der Donnerstag war logistisch der vollgepackteste Tag der Reise und verlangte uns einiges an Organisation ab. Wir mussten uns nämlich in verschiedene Gruppen aufteilen. Während der Gemeinschaftskunde-Leistungskurs zuerst in den Europäischen Rat ging, hatte der Rest der stufe die perfekte Option für den Vormittag: entweder im Hostel im Bett bleiben und erst mal ordentlich ausschlafen, oder das berühmte Atomium auschecken und von oben den Blick über die Stadt genießen. Am Nachmittag wurde es dann richtig dynamisch: Während eine Hälfte der Gruppe bereits am Vormittag im Europäischen Parlament gewesen und danach erst weiter ins Haus der europäischen Geschichte gezogen war, kam der Nachmittagstermin im Parlament für den Rest von uns an die Reihe. Konkret besuchten dann der Gemeinschaftskunde-Leistungskurs und ein weiteres Viertel des Gesamtkurses das Parlament. Dort stand für uns ein interaktives Rollenspiel auf dem Programm. Wir schlüpften selbst in die Rollen von EU-Abgeordneten, mussten debattieren und spielten eine komplette Gesetzverabschiedung von Anfang bis Ende durch. Erst durch dieses Ausprobieren wurde uns allen so richtig klar, wie kompliziert, aber auch wichtig die Gesetzgebung in der EU in der Praxis eigentlich abläuft.
Am Freitag, unserem letzten Tag, stand vor der Abreise noch der finale Programmpunkt an: Wir besuchten die EU-Kommission. Dort hörten wir einen informativen Vortrag über die tägliche Arbeit der Behörde und wie Brüssel unseren Alltag in Europa beeinflusst. Danach war es auch schon Zeit, sich auf den Weg zum Bahnhof zu machen. Ziemlich erschöpft, aber vollgepackt mit neuem Wissen, jeder Menge Insider-Eindrücken und als Kurs noch enger zusammengewachsen, stiegen wir in den Zug und traten die Heimreise an. Eine unvergessliche Klassenfahrt, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird!





