Menschenrecht auf Wasser in El Salvador –
Derecho humano al agua en El Salvador

Am 15. November 2019 kam Omar Flores aus El Salvador zu uns, dem J1er Fünfstünder und einem Zweistünder des Fachs Gemeinschaftskunde.
Omar Flores ist Teil der Organisation Fespad (Stiftung zur Erforschung der Anwendung des Rechtes), die mit einigen anderen Organisationen zusammenarbeitet, wie zum Beispiel Inkota.
El Salvador liegt in Südamerika, ist etwa so groß wie Hessen, mit etwa 7,5 Millionen Einwohnern und wird regiert von Nayib Bukele, dem neugewählten Präsidenten.
Nachdem Omar Flores uns etwas informierte über El Salvadors Geschichte, kam er auf die Wasserversorgung zu sprechen. El Salvador unterschrieb die Menschenrechtspackte der Vereinten Nationen, mit dem Menschenrecht auf Wasser, wobei jedoch kein allgemeines Wassergesetz existiert. Allerdings soll es jetzt eine Ratifizierung des Wassers geben, welches jedoch in keinem Gesetz verankert ist.
Aber nicht nur dies führt zu Problemen in der Wasserversorgung, sondern zum Beispiel auch die Verschmutzung durch Substanzen aus dem Bergbau. Jener hält an, obwohl es seit 2016 ein Gesetz gegen Tagebau gibt.
Eine weitere Problematik ist die grenzüberschreitende Verschmutzung, bei der hochgradig vergiftetes Wasser den Amazonas, den wichtigsten Fluss Südamerikas, verunreinigt und ins Grundwasser El Salvadors gelangt.
Auch, stellt die Ausweitung des Zuckerrohranbaus und die Bewässerung von Golfplätzen eine Problematik dar, bei denen teilweise auf die Wasserreserven zurückgegriffen wird. Aber auch die Abholzung für Siedlungsbau oder der Villenbau zehren an den Wasserreserven. Somit haben die anliegenden Gemeinden Probleme, sich mit Wasser zu versorgen. Dabei entsteht ein Wiederspruch in El Salvador: Wasserfluss im Gegensatz zu Wasserknappheit. Damit die Menschen sich mit Wasser versorgen können, müssen sie es kaufen: 2 Dollar pro Ölfass, bei einer extremen Armut von 20-25%, wobei diese Menschen nur etwa 2 Dollar am Tag verdienen, was eine große Schwierigkeit für sie darstellt.
Allerdings wurden auch schon positive Dinge erreicht wie ein kommunales Wasserwerk, das sieben Gemeinden versorgt Dies was ein Erfolg war, denn wenn sich Menschen für Wasser einsetzen erleiden sie Unterdrückung vom Staat. Darüber hinaus soll ein Gesetz der Privatisierung des Wassers von Rechten Parteien eingeführt werden, doch ein Widerstand zeigt sich als Nationale Allianz gegen Privatisierung des Wassers, bei denen Studenten, Gewerkschaften, Kirchen und nicht-staatliche Organisationen Unterstützung leisten, in Form von Demonstrationen, Pressekonferenzen oder öffentliche Arbeit.
Abschließend gab es eine Fragerunde der interessierten Schüler, die ausführlich beantwortet wurden. Auf jeden Fall ein sehr gelungener und informativer Besuch Omar Flores.

Clara L.

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